Fakten schaffen gegen Bürgerinteressen – in Eppendorf wie in Farmsen-Berne

Zwei Stadtteile, zwei Hamburger Bezirksämter, zwei Bürgerinitiativen. Und zwei Fälle, die ganz erstaunliche Parallelen aufweisen. In Eppendorf wurden in einer Nacht- und Nebelaktion Fakten geschaffen, sprich: Bäume gefällt, nachdem Bezirksamt Nord und Investoren die Gefahr zu groß wurde, dass Bürgerproteste, wie hier die der Initiative WIR sind Eppendorf, ihre Pläne rund um den Abriss des alten Brauhauses durchkreuzen könnten. Ein noch ausstehendes Artenschutzgutachten wurde offenbar in Windeseile erstellt, um die Fällaktion formal zu rechtfertigen.

Das Muster gleicht frappierend dem Fall Beim Farenland 42-46 in Farmsen-Berne. Es genügt, die Akteure auszutauschen. Ein äußerst fragwürdiges, mit Unterstützung des Bezirksamts Wandsbek notdürftig aufpoliertes Artenschutzgutachten, die Aussicht, dass die Einwände der Bürgerinitiative Erfolg haben könnten. Und eine konzertierte Aktion zwischen Bezirksamt und Investoren, um eiligst Fakten zu schaffen und innerhalb eines Tages, nur einen Tag nach Erteilung der Baugenehmigung, das gesamte Areal mit mehr als 60 Bäumen zu roden. Wenn eine große gemeinsame Linie der Hamburger Politik quer durch die Bezirke erkennbar ist, dann die, Wohnungsbau- und Investoreninteressen brachial gegen Bürgerinteressen durchzuboxen.

Foto mit freundlicher Genehmigung von WIR sind Eppendorf

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