Daten & Fakten

Ziele der Bürgerinitiative

  1. Aufklärung (und Ahndung) der Verstöße gegen das Bau- und Naturschutzrecht (v. a. unterbliebene bzw. ungenügende Artenschutz– und Baumschutzprüfung)
  2. Klarheit über das intensive Zusammenwirken des Bezirksamts Wandsbek mit den Investoren und die fehlenden Kontrollen
  3. Für über 60 gefällte Bäume angemessene Ersatzpflanzung bzw. -zahlung, ausreichende Ersatzquartiere für Fledermäuse und Vögel, Lärm- und Windschutz
  4. Stärkung des Naturschutzes bei baubedingten Eingriffen
  5. Sensibilisierung für die negativen Folgen maßloser Grundstücksverwertung und die fehlenden Möglichkeiten von Nachbarn, sich hiergegen zu wehren.

Hintergrund und Verlauf

Die Grundstücke: knapp 5.500 m², ursprünglich mit einem Wohnhaus und zwei Nebengebäuden bebaut, waldartiges Habitat mit über 60 Bäumen, Baumaufwuchs und Sträuchern, über 25 Jahre der Natur überlassen, viele geschützte Tierarten (z.B. Fledermäuse).

  • März 2014 für 1,5 Mio Euro von der GbR Beim Farenland 42-46 (Deniz Karaday und Olav Henry Dohrn) ersteigert.
  • Juli 2014 Bauvorbescheidsantrag für 6 Doppelhäuser in zwei Reihen, wieder zurückgezogen.
  • Oktober 2014 Bauanträge für 6 Doppel- und 3 Einzelhäuser in drei Reihen, drei 94 m lange Stichstraßen, vereinfachtes Genehmigungsverfahren.
  • Dezember 2014 dilettantisches zweiseitiges „Artenschutzgutachten“.
  • Dezember 2014 Fällgenehmigung für fast alle Bäume bis auf drei, lückenhafte Baumerfassung.
  • Dezember 2014 Zustimmung des Bauprüfausschusses.
  • Januar 2015 Fachaufsichtsbeschwerde gegen „Artenschutzgutachten“.
  • Januar 2015 Forderung der BSU, ein echtes Artenschutzgutachten erstellen zu lassen.
  • Januar 2015 Unter Mitwirkung des Bezirksamts aufpoliertes „Artenschutzgutachten“, Baugenehmigung (kaum Änderungen: statt drei Stichstraßen zwei und ein Weg, Feuerwehrquerung).
  • Januar 2015 Rodung und Abriss von Gebäuden, während(!) der Fällungen rudimentäre Prüfung durch die Behörden.

► Weiter zur kompletten Chronologie

Verletzung von Baurecht, einseitig handelnde Verwaltung

  • Zu viel bebaute Grundstücksfläche: erlaubt 20 %, tatsächlich 41 % und 45 % = insgesamt 1.215 m² Überschreitung!
  • Rechtswidrige Befreiung, weil die erheblichen Überschreitungen den Rahmen des Bebauungsplans verlassen (§ 31 (2) BauGB).
  • Erhebliche Versiegelung.
  • Kein Einfügen: Die dreireihige Bebauung mit drei Häusern je Reihe und zwei langen verbundenen Stichstraßen ist ein Fremdkörper in der Umgebung.
  • Rücksichtslos: Die raumgreifende Bebauung zergliedert Grünflächen, bisher unbekannter erheblich störender Autoverkehr im ruhigen Gartenbereich.
  • Beeinträchtigt Gebietscharakter geprägt von gewachsenen Strukturen, großen Freiflächen, viel Grün und altem Baumbestand.
  • Keine Nachbarbeteiligung, trotz möglicher Verletzung von Nachbarrechten.
  • Nachbarn werden konsequent ignoriert.
  • Bauprüferin, die sich gegen Genehmigung ausspricht, bekommt neue Aufgaben.
  • Fehlende Begründung/Rosinenpickerei: die Verwaltung bleibt vage, liefert keine Begründung und pickt einzelne Aspekte angeblicher Referenzfälle heraus.

► Mehr zur rechtswidrigen Baugenehmigung

Rechtswidrige Naturzerstörung / Manipuliertes Gutachten

  • Verstoß gegen Baumschutzrecht: Fehlerhafte Erhebung (Bäume fehlen, Bewertung zu schlecht), Entscheidung einseitig auf zu großes Bauvorhaben ausgerichtet, keine Umplanungen, kein Erhalt von Bäumen auf Freiflächen und am Rand.
  • Verstoß gegen Artenschutzrecht/Manipulation: Zerstörung statt Prüfung. Das Bezirksamt Wandsbek akzeptiert das erste miserable „Artenschutzgutachten“ und die nur aufpolierte zweite Version ohne weitere Untersuchung. Eine rückdatierte dritte Version, dessen Änderungen vom Bezirksamt diktiert wurden, kommt nach der Fällung zu den Akten. Die Behörden prüfen während der Fällung. Unterbliebene Rettung von Tieren in Winterquartieren bei der Rodung.
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