Habitatstrukturen und geschützte Arten

Die ehemals waldartigen, 5.440 m² großen Grundstücke waren gut 25 Jahre weitgehend sich selbst überlassenen. Diese Fotos vermitteln einen Eindruck vom früheren Zustand der Grundstücke. Sie befinden sich in der Nähe der Landschaftsschutzgebiete Farmsen mit dem Berner Wald, Wandsbeker Geest und Duvenstedt, Bergstedt, Lehmsahl-Mehlingstedt, Volksdorf und Rahstedt mit dem Staatsforst Hamburg (http://www.hamburg.de/schutzgebietskarte/).

Auf den Grundstücken gab es folgende Habitatstrukturen:

  • Kleingehölz mit gemischtem alten Baumbestand (mindestens 64 geschützte Einzelbäume, vorwiegend Nadelbäume) mit Struktur- und Altersklassendiversität, Baumaufwuchs von Laubbäumen (insbesondere Birke, Eberesche, Weide, Buche, Ahorn und Eiche), stehendes und liegendes Totholz, zahlreiche Höhlenbäume, Gras- und Krautflur, Moos- und Farngewächsflora;
  • Gebüsch (u.a. alte Hasel-, Holunder- und Brombeersträucher, Eiben, alter Efeu);
  • Streuobstwiese mit ca. 15 alten Obstbäumen;
  • verwildertes Gartengelände mit gut 50 Jahre alten Hainbuchenhecken, Holzstapeln, Reisighaufen;
  • kleines künstliches Stillgewässer aus Beton, Zugang über Äste (zwei weitere künstliche Stillgewässer auf Nachbargrundstücken in 15 bzw. 50 m Entfernung) und
  • drei ältere zum Teil baufällige, stark von altem Efeu eingewachsene und leer stehende Gebäude (das Wohnhaus war seit Juni 2014 unbewohnt); das unterkellerte Wohnhaus hatte zwei Schornsteine mit jeweils drei Zügen, das Dach war über Lüftungsziegel zugänglich.

In Anlehnung an den Biotoptypenschlüssel der BUE

Von den vorkommenden geschützten Tierarten sind besonders erwähnenswert:

  • die europäisch geschützten Fledermausarten Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus), Großer Abendsegler (Nyctalus noctula), Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) sowie Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus); wahrscheinlich befanden sich Quartiere auf den Grundstücken (Habitateignung und Ausgangspunkt von Schwärmaktivitäten),
  • wahrscheinlich dort lebend die europäisch geschützte Haselmaus (Muscardinus avellanarius),
  • zahlreiche europäisch geschützte Vogelarten, insbesondere der Grünspecht (Picus viridis), Mittelspecht (Leiopicus medius), Schwarzspecht (Dryocopus martius), Waldkauz (Strix aluco), Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix), Feldsperling (Passer montanus), Haussperling (Passer domesticus), Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus), Grauschnäpper (Muscicapa striata) (potentiell), Haubenmeise (Parus cristatus) und Weidenmeise (Parus montanus). Der Schwarzspecht war vermutlich nur Nahrungsgast. Grünspecht und Waldkauz hatten höchst wahrscheinlich Fortpflanzungs- und Ruhestätten auf den Grundstücken (Eignung als Bruthabitat, regelmäßige und häufige überwiegend akustische Nachweise auch während der Balz- und Brutzeiten). Welche der anderen genannten Arten dort Fortpflanzungs- und Ruhestätten hatten, ist nicht bekannt;
  • an Amphibien und Reptilien Waldeidechse (Zootoca vivipara), Teich- (Pelophylax kl. Esculentus) und Grasfrosch (Rana temporaria), Teichmolch (Lissotriton vulgaris) und Erdkröte (Bufo bufo). Anders als Wandsbek schützt der Bezirk Harburg den in seinem Bestand rückläufigen Grasfrosch (Vorwarnliste der Roten Liste Hamburgs);
  • und an Insekten (nicht untersucht) diverse Libellen, Tagfalter, Erdhummeln und Wildbienen.

Die Pflanzen sind ebenfalls nicht untersucht worden.

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